Mode – Das neue Herrschaftsgebiet der Royals

Queen Elizabeth II. feierte vor Kurzem ihr 65. Thronjubiläum. Als britisches Staatsoberhaupt regiert sie seit ihrer Krönung im Jahr 1952 – ohne jemals echten politischen Einfluss gehabt zu haben. Das wirkliche Herrschaftsgebiet der Royals liegt längst in einem ganz anderen Bereich.

Den Anfang machte Prinzessin Diana, eine große blonde Frau, die zunächst als biedere Kindergärtnerin die royale Bühne betrat, um schließlich als gefeierte – und verfolgte – Stilikone für immer in Erinnerung zu bleiben. Dann war es lange still um das Modebewusstsein der britischen Royals. Was Diana mühevoll aufgebaut hatte, all die schlichte Eleganz zahlloser perfekter Outfits, war mit ihrem Tod plötzlich verschwunden.

Doch nun betritt eine neue Generation den königlichen Laufsteg und die Presse hat dem Ganzen längst einen Namen gegeben: Der Kate-Effekt. Mit Kate Middletons Einzug ins britische Königshaus verwirklichte sich mehr als der typische Mädchentraum vom unschuldigen College-Girl zur Prinzessin an der Seite eines der begehrtesten Junggesellen der Welt: Kate hat Dianas Erbe als Stilikone angenommen – und ist dabei, sie noch zu übertrumpfen.

Prinzessin des guten Geschmacks

Bewundert für ihren tadellosen Kleidungsstil und gefeiert für ihre zu jedem Anlass perfekt passenden Outfits, wurde Herzogin Kate im vergangenen Jahr sogar in die Hall of Fame von Vanity Fairs Best Dressed Liste aufgenommen. Zu ihrem guten Geschmack kommt hinzu, dass Kate herrlich uneitel ist: Es muss nicht immer die edle Designer-Robe sein, Kate shoppt auch gerne mal bei Selfridges und Topshop. Und in kürzester Zeit sind diese Kleider komplett ausverkauft.

Was macht Kate so nachahmenswert? Es ist sicherlich vor allem das Stilbewusstsein, das die junge Adlige ausstrahlt. Ihre Outfits sind stets elegant, doch immer in genau dem richtigen Maß. Ihre Kleidung ist immer schlicht und auch für Normalos tragbar, denn sie meidet die gängigen royalen Markenzeichen wie übergroße Hüte und pompöse Roben. Kate ist – trotz Adelstitel – das Girl next Door geblieben. Genau so, wie einst Diana. Frauen aus aller Welt können sich mit der brünetten Schönheit identifizieren, obwohl ihre Welt so weit weg von der Realität Millionen anderer Menschen ist.

Von diesem Effekt profitieren auch andere Royals. Sofia von Schweden hat dank zahlreicher Auftritte in schicken, aber hochgeschlossenen Roben längst ihren Ruf als Schmuddel-Prinzessin mit Reality TV-Vergangenheit hinter sich gelassen. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Mager-Gerüchte um Letizia von Spanien im Vordergrund standen und ihre stilvollen Outfits nur Nebensache waren. Königin Rania aus dem fernen Jordanien gilt mittlerweile als eine der schönsten und bestgekleideten Frauen.

Wer sich wie Kate & Co. kleidet, trägt vielleicht keinen Adelstitel, wohl aber ein wahrhaft königliches Outfit. Das hat nichts mehr mit dem Mädchentraum zu tun, einmal eine Prinzessin zu sein. Dahinter steckt wahrhafte Bewunderung für einen zeitlos eleganten, schlichten Stil, den so nur die weiblichen Royals verkörpern. Mag die Monarchie als Staatsform veraltet sein – im Herrschaftsgebiet der Mode regieren die jungen Königinnen und Prinzessinnen.

Ich mag es am liebsten schlicht und klassisch – schwarz, grau und dunkelblau sind meine bevorzugten Farben. Trends probiere ich gerne aus, solange sie zu meinem persönlichen Stil passen. Mir ist es wichtiger, mich in meiner Kleidung wohlzufühlen, als aufzufallen.

2 Comments

  1. Jori
    3. März 2017

    Ein sehr schöner Blog, habe euch direkt abonniert ?
    Viele Grüße
    therealjori.wordpress.com

    1. Melanie Nees
      8. März 2017

      Vielen Dank, das freut uns sehr! 🙂

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