Lady Diana – Stilkönigin der Herzen

(Photo by Princess Diana Archive/Getty Images)

Wo sie auftrat, herrschte Blitzlichtgewitter. Zahllose Paparazzi, Reporter und Fans kämpften darum, einen Blick auf die hübsche blonde Frau zu erhaschen, die den ganzen Tumult um ihre Person immer mit einem zarten Lächeln abtat. Lady Diana war ein Phänomen. Und ist es noch immer.

Zurzeit lässt eine Ausstellung im Londoner Kensington Palace die Fans auf Dianas modischen Spuren wandeln. Anlässlich des 20. Todestags der „Königin der Herzen“ werden dort einige ihrer Lieblingskleider und -outfits präsentiert. Doch „Diana – Her Fashion Story“ ist keine reine Mode-Ausstellung, die den Glamour der zu früh Verstorbenen zurück nach Kensington bringen soll – hinter der Schau steckt weit mehr.

Die Ausstellung im Londoner Kensington Palace zeigt Dianas Festtagsroben, aber auch legere Outfits, die sie vor allem nach ihrer Zeit an der Seite von Prinz Charles trug (Photo by Jack Taylor/Getty Images)

 

Begründerin des unkonventionellen royalen Stils

Dianas Beliebtheit war nicht zuletzt ihrer Menschenfreundlichkeit geschuldet. Bei öffentlichen Veranstaltungen gab sie sich stets nahbar und offen, liebte es, mit den Leuten zu sprechen und Hände zu schütteln. Angeblich sei das der Grund dafür gewesen, dass Diana niemals Handschuhe trug – und damit sogar gegen das royale Protokoll verstieß. Sie wollte den Menschen nah sein und zeigen, dass sie eine von ihnen ist. Da waren glänzende Satin-Handschuhe völlig fehl am Platz.

Diana interessierte sich nicht für die royale Etikette, die ihr einen bestimmten Modegeschmack vorzuschreiben versuchte. Sie trug keine pompösen Hüte oder Kleider, wie andere Damen aus der adeligen Gesellschaft. Diana blieb sich stets selbst treu. Und dafür liebten sie die Menschen.

Lady Diana bei einer Gala in New York / Dezember 1995 (Photo by Pool/Liaison)

 

Mode als Ausdruck der Persönlichkeit

Für Diana war die Mode ein Ausdruck ihrer selbst. Sie liebte es schlicht und klassisch. Wenn ihr ein Trend gefiel, probierte sie ihn aus. Und verlieh dabei jedem Outfit ihre eigene, persönliche Note. So zeigt die Ausstellung im Kensington Palace gewissermaßen auch die Wandlung und Weiterentwicklung ihrer Persönlichkeit. War ihr Kleidungsstil in den 1980er Jahren noch sehr zaghaft und romantisch, zeigte sie sich zehn Jahre später weitaus selbstbewusster und unabhängiger.

Lady Diana bei einem Besuch in Sydney, Australien / November 1996 (Photo by Patrick Riviere/Getty Images)

Diese Veränderung ging mit ihrer Rolle am britischen Königshaus einher. Zu Beginn ihrer Ehe mit Prinz Charles war Diana noch sehr unsicher aufgrund ihrer plötzlichen Position in der Öffentlichkeit. Mit der Zeit lernte sie jedoch, mit dem Rummel um ihre Person umzugehen und diesen positiv zu nutzen. Ihre steigende Selbstsicherheit spiegelte sich in ihrem Kleidungsstil wider. Insbesondere nach der Trennung vom Thronfolger Prinz Charles „perfektionierte“ Diana ihren eigenen Stil: Als Wohltätigkeitsaktivistin trug sie fortan vor allem praktisch geschnittene Kostüme und Outfits, die sie seriös, aber nahbar wirken ließen.

Auch nach ihrem Tod gilt Diana als Stilikone. Für diesen Titel war sicherlich weitaus mehr nötig, als nur guten Geschmack zu beweisen. Vielleicht liegt das Geheimnis ihres Kleidungsstils vor allem darin, dass sie sich stets treu blieb und nichts trug, was nicht ihren eigenen Vorstellungen entsprach. Denn damit spricht sie noch heute vielen Frauen aus der Seele.

 

Quellen:
http://www.hrp.org.uk/kensington-palace/visit-us/top-things-to-see-and-do/diana-her-fashion-story/
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.ausstellung-in-london-darum-trug-prinzessin-diana-keine-huete-und-handschuhe.09940de6-adc6-410c-b445-e53250209e43.html
http://www.zeit.de/news/2017-02/23/ausstellungen-lady-di-und-die-kleider-einer-selbstbewussten-23110003

Ich mag es am liebsten schlicht und klassisch – schwarz, grau und dunkelblau sind meine bevorzugten Farben. Trends probiere ich gerne aus, solange sie zu meinem persönlichen Stil passen. Mir ist es wichtiger, mich in meiner Kleidung wohlzufühlen, als aufzufallen.

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